Hunger ist vorwiegend Frauensache: Siebzig Prozent der weltweit Hungernden sind Frauen, obwohl sie in den Ländern des Südens die Mehrheit der Nahrungsmittel produzieren. Sie haben weniger Zugang zu Ressourcen wie Land und Wasser, zu Bildung, technischen Kenntnissen und Krediten. Auch vom Klimawandel sind Frauen viel stärker betroffen als Männer. Das ist nicht nur für die Frauen schlecht, sondern auch für die Männer. Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass die Anzahl der weltweit rund einer Milliarde hungernden Personen um 100 bis 150 Millionen reduziert werden könnte, wenn den Bäuerinnen ein besserer Zugang zu den Produktionsmitteln gewährt würde. Mit der diesjährigen Ökumenischen Kampagne «Mehr Gleichberechtigung heisst weniger Hunger» rufen die Organisationen Fastenopfer und Brot für alle zur Unterstützung von Projekten auf, die die Benachteiligung von Frauen in der Landwirtschaft überwinden sollen. Wir stellen hier zwei dieser Projekte aus dem Westen des Senegals vor.
Weitere Highlights der aktuellen Ausgabe:
Seelsorge im Spital
Früher war es normal, dass Patienten im Spital von ihrem Gemeindepfarrer oder ihrer Pfarrerin besucht wurden. Das hat sich in den letzten Jahren gründlich geändert. Grund dafür sind verschärfte Datenschutzbestimmungen in den Kantonen. Im Aargau wollen Kirchen und Politiker die neuen Bestimmungen nicht kampflos hinnehmen.
Aufstand in Syrien
Bereits elf Monate dauert der Aufstand der Oppositionellen in Syrien – mit bisher 7200 Toten. In den syrischen Städten Homs und Hama wird derzeit am heftigsten gekämpft. Und der Westen reagiert hilflos angesichts der Gräuel des Assad-Regimes. Wie soll es nun in Syrien weitergehen? Darüber sprachen wir mit dem in Deutschland lebenden syrischen Schriftsteller Rafik Schami.
Das Leid mit der Ordnung
Ordnung ist eine Tugend – in der sauberen Schweiz sowieso. Ein geordnetes Leben zu führen fällt aber nicht allen leicht. Was zum Beispiel, wenn sich das Papier bis unter die Decke stapelt oder der Umzug in eine kleinere Wohnung an der Unfähigkeit scheitert, die lieb gewonnenen Möbel zu verkaufen? Priska M. erzählt aus dem Leben eines Messies.









