Vom Zauber des Waldes lernen

Während der Corona-Krise haben viele das Spazierengehen im Wald neu entdeckt. Die Blät­ter an den Bäumen gedeihen üppig, das Grün umgibt uns. Still ist es im Wald nie und trotz­dem geniessen wir seine ganz eigene Form der Ruhe. Hinzu kommt der unvergleichlich fri­sche Duft. Warum gilt der Wald als eine Oase der Entspannung für uns und trägt er tatsäch­lich zu unserer Gesundheit bei? Seit den 80er-Jahren beschäftigen sich diverse Forschungsbe­reiche mit der Frage, warum uns der Wald so guttut. Der Arzt Roger Ulrich stellte schon 1984 fest, dass Bäume einen messbaren Effekt auf Genesung haben. So untersuchte er Patien­ten, die nach einer Operation aus dem Krankenhausfenster hinaus auf Bäume schauten und verglich ihre Genesung mit jenen Patienten, die sich mit einer tristen Hausmauer begnügen mussten.

Die Patienten, die mit einer Aussicht ins Grüne gesegnet waren, benötigten weniger Schmerzmittel und wurden schneller gesund. Auch der Biologe und Buchautor Clemens Arvay ist von den positiven Auswirkungen des Waldes auf unsere Gesundheit überzeugt: «Der Wald hilft uns gegen Depressionen, gegen psychische Stressbelastungen und Burnout. Aber er stärkt auch unser Immunsystem, kann uns vor ernsthaften chronischen Krankheiten schützen und sogar vor Herzinfarkt.» Auch der Biologe und Buchautor Clemens Arvay ist von den positiven Auswirkungen des Waldes auf unsere Gesundheit überzeugt: «Der Wald hilft uns gegen Depressionen, gegen psychische Stressbelastungen und Burnout. Aber er stärkt auch unser Immunsystem, kann uns vor ernsthaften chronischen Krankheiten schützen und sogar vor Herzinfarkt.»

Weitere Themen im Heft

Ehe für alle: Die katholische Beurteilung *** Brände in Sibirien: Tundra-Wald in Gefahr *** Zu viel Plastik: Risiken für die Gesundheit *** Spazieren mit Bewusstsein: Der Weg ist das Ziel

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Denkmäler auf dem Prüfstand

Liebe Leserin, lieber Leser

Weltweit gehen Aktivisten gegen die Verherrlichung historischer Rassisten vor und fordern die Beseitigung deren Denkmäler. In New York wird eine umstrittene Statue von Theodore Roosevelt wegen ihrer rassistischen Symbolik entfernt. Sie zeigt den US-Präsidenten zu Pferd, umgeben Ureinwohnern und Afroamerikanern zu Fuss. Bill de Blasio, der Stadtpräsident von New York, unterstützt die Beseitigung. Das Monument stelle Schwarze und Indigene als unterworfen und rassisch minderwertig dar, begründet er. In Washington soll derweil trotz Protesten die Statue des umstrittenen US-Präsidenten Andrew Jackson stehen bleiben. Das 1852 errichtete Monument in unmittelbarer Nähe des Weissen Hauses stellt den siebten Präsidenten der USA auf einem Pferd dar. Jackson war ein Sklavenhalter, unter ihm kam es zur Vertreibung und Umsiedlung der Ureinwohner.

Den derzeitigen Versuch, die Statue zu entfernen, bezeichnete US-Präsident Donald Trump als Vandalismus. Zur selben Zeit wird in Deutschland diskutiert, ob auch Otto von Bismarck neu bewertet werden müsse, konkret, ob auch seine Monumente fallen sollen. Die Beseitigung von Monumenten als Zeichen des Protestes ist keineswegs neu. Im Mai 1871 wurde zum Beispiel die Gedenksäule auf der Place Vendôme unter Beifall der Bevölkerung niedergerissen, wo heute das weltberühmte Hotel Ritz und die Luxusboutiquen der Schweizer Uhrenindustrie stehen. Als Präsident Mac Mahon jedoch zwei Jahre später beschloss, die Colonne Vendôme wieder aufbauen zu lassen, wurde der berühmte Maler Gustave Courbert für die Zerstörung der Säule verantwortlich gemacht. Gustave Courbert musste für die Kosten der Wiederherstellung aufkommen. Courbert flüchtete deshalb in die Schweiz. Die Geschichte wiederholt sich. Mehr darüber in der neuen Ausgabe.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner
Redaktionsleiter

 

Das Wochenmagazin für Kopf…

Weiterhin für Sie da!

Auch nach der Wiedereröffnung der Kirchen ist die Plattform www.virtuellekirche.ch weiter für Sie da!
Finden Sie Anregungen für Momente der Stille und der Andacht. Am Wochenende schalten wir zudem die aufbereiteten Lesungstexte, Musik und Videos für einen „Gottesdienst am Bildschirm“ auf.

Schleimiges Wunder der Natur

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Anfang Juni zog die Europäische Polizeibehörde Europol Bilanz über ihre Massnahmen des vergangenen Semesters gegen den Schmuggel von Aalen. Denn der schlüpfrige Fisch ist akut vom Aussterben bedroht, noch bevor wir mit Sicherheit wissen, wie er sich überhaupt vermehrt.

So werden Sie psychisch stärker

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Die psychische Widerstandskraft ist für einen Drittel aller Menschen genetisch gegeben. Die andern müssen bei kleinen und grossen Krisen mehr Energie aufwenden, um über die Runden zu kommen. Aber Resilienz kann man unabhängig vom Alter auch lernen und üben, vor allem im Berufsalltag. Es ist nie zu spät dafür.

Corona als Katalysator

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Während der COVID-19-Pandemie mussten die Kirchen schliessen, was bei der öffentlichen Wahrnehmung der Seelsorge zu grossen Unterschieden führte. Einige Experten sprechen jetzt von verpassten Chancen, andere glauben derweil, dass die Kirchen verändert aus der Corona-Krise herausgehen. Christian Cebulj, Theologieprofessor in Chur, sieht in der Corona-Krise einen Katalysator für theologische und kirchliche Entwicklungen – im Positiven wie im Negativen. Er plädiert deshalb für eine Theologie der Hoffnung. Warum das neue Wachstumschancen eröffnet, begründet Christian Cebulj im folgenden Text.

Fliegen wird eine neue Erfahrung

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Der kommerzielle Flugverkehr kam durch die COVID-19-Pandemie nahezu zum Erliegen. Das nährte den Traum vom Fliegen an schöne Ferienorte. Nun wird es wieder möglich, aber jetzt macht sich Angst breit. Die Fluggesellschaften sperren sich aus Rentabilitätsgründen gegen leere Sitze als Sicherheitsmassnahme.

Ist auch die Corona-Krise eine Wachstumschance?

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Die COVID-19-Pandemie hat in öffentlichen wie in privaten Bereichen zu erheblichen Zumutungen und leidvollen Erfahrungen geführt. Inwiefern daraus aber auch neues Wachstum entstehen kann, beleuchtet Hanspeter Schmitt, Professor an der Theologischen Hochschule Chur, anhand entscheidender ethischer Stichworte. Ein Text mit klaren Perspektiven.

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Seit sich die Glarnerinnen und Glarner am 1. Januar 2011 in drei Einheitsgemeinden neu organisiert haben, kommen europaweit kein Zeitungsartikel und keine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Gemeindefusionen mehr ohne Verweise auf die Glarner Gemeindereform aus. Dabei ist die wichtigste Einsicht aus der ersten Dekade des Glarner Experiments eine uralte: Gut Ding will Weile haben.

Versöhnt leben – wie geht das überhaupt?

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