Aus für Hochstamm-Obstbäume

Einst waren es 15 Millionen Hochstamm-Obstbäume in der Schweiz – Äpfel und Birnen im Osten, Kirschen in Zug und der Nordwestschweiz wuchsen bis ins 19. Jahrhundert ausschliesslich an Hochstamm-Obstbäumen. Heute machen gedeckte Obstanlagen, in denen sogenannte Buschbäume Spalier stehen, den Hochstämmern den Platz streitig – Anlagen produzieren schneller und mit deutlich weniger Aufwand die grösseren Früchte.

Nur noch rund zwei Millionen Hochstamm-Obstbäume blieben 2017 gemäss einer Erhebung des Vereins Hochstamm Suisse übrig: Im Baselland sind der Label-Organisation zufolge seit 2013 über 5000 Bäume der Säge zum Opfer gefallen, im Nachbarkanton Aargau waren es im gleichen Zeitraum sogar über 13 000.

Weitere Themen im Heft

Regenwald-Leben: Das Licht ist der Kompass *** Digitale Überwachung: Zuerst China, dann die Welt *** Vampir-Krankheit: Ein Leben ohne Sonnenlicht *** Mehr Französisch: Aus Europa eingewandert

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Liebe Leserin, lieber Leser

Das Handelsvolumen zwischen der Schweiz und Deutschland lag im vergangenen Jahr bei 97,8 Milliarden Franken. Das entspricht 22,5 Prozent aller Exporte und Importe der Schweiz. Ergo ist Deutschland der wichtigste Handelspartner der Schweiz. Zum Vergleich: das Import- und Export-Volumen mit China lag bei 24,4 Milliarden Franken. Unsere Autoren Matthias Weik und Marc Friedrich sehen Deutschland vor einer Rezession. Sie schreiben: «Alle reden über das Klima, und die Jugend geht auf die Strasse. Wenige sprechen jedoch vom Wirtschaftsklima in Deutschland, das sich zunehmend verschlechtert. Warum demonstriert niemand dagegen, dass allein den deutschen Sparern bisher nachweislich 648 Milliarden Euro an Zinsen entgangen sind?» Sie machen klar, dass Deutschlands wirtschaftliche Zukunft auch jene der Schweiz mitbestimmt.

Wir sind zum Wohl der Schweiz mit Deutschland (und mit der Europäischen Union) mehr verflochten als einige wahrhaben wollen.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner, Redaktionsleiter

Das Wochenmagazin für Kopf…

Keine Lust auf kleine Früchte?

In der Nordwestschweiz droht der Kahlschlag: Weil der Schweizer Obstverband diesen Sommer die Mindestgrösse für Tafelkirschen auf 24 Millimeter erhöht hat, können die Hochstammkirschbäume im Fricktal und im Baselbiet kaum noch gewinnbringend bewirtschaftet werden. Zum Glück aber haben die traditionsreichen, landschaftsprägenden und ökologisch äusserst wertvollen Hochstämmer eine sehr aktive Lobby.

Genua gibt sich nicht geschlagen

Vor einem Jahr stürzte die zentrale Autobahnbrücke von Genua ein. Seither gilt Genua als geschundene Hafenstadt. Sie steht als ehemalige Seerepublik im Schatten von Venedig. Während die Lagunenstadt unter den Tourismusströmen ächzt und nun Eintrittsgebühren verlangt, bleibt die Attraktivität Genuas unterschätzt.

Die Natur vernetzen

Um die Biodiversität zu erhalten, braucht es ein schweizweites Netz aus naturnahen Lebensräumen. Auch städtische Grünflächen können einen Beitrag dazu leisten, sofern sie biodiversitätsfreundlich gestaltet und gepflegt werden. Was aber bedeutet das genau? – Beispiele...

Burn-out: Mehr als eine Modekrankheit

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Burn-out-Syndrom neu definiert. Zwar gilt es noch immer nicht als offizielle Krankheitsdiagnose, trotzdem ist es aber ein ernst zu nehmendes Leiden, wie der neue Definitionstext zeigt.

Die Retter aus Saudi-Arabien und Katar

Wann handelt es sich um einen Ausverkauf der Heimat, wann ist es schlicht eine wohltuende Rettung? Viele Schweizer Traditionshotels hätten ohne Investoren aus dem arabischen Raum keine Zukunft.

Der Roboter, dein Pfleger?

Trotz Versprechen der Tech-Giganten sind Pflegeroboter noch immer rudimentär im Einsatz. Dennoch stellen uns die maschinellen Helfer vor grundlegende Fragen. Wie wollen wir in Zukunft gepflegt werden und welche Rolle spielen Menschen dabei noch?

Die Stunde der Brückenbauerin

Ist die Schweiz «polarisierungsmüde»? Entfaltet das schier endlose Ringen um wichtige politische Themen ein neues Bewusstsein für mehr Konsens in der Schweiz, das die CVP als Mittlerin begünstigt? Was meinen die anderen Parteien dazu?

Steine für einen hindernisfreien Zugang

Das Kloster Einsiedeln saniert den Klosterplatz und finanziert das Vorhaben mit einer witzigen Idee. Wer mehr als 800 Franken bezahlt, bekommt einen mit dem eigenen Namen gravierten Stein im Klosterplatz eingelegt. Werner Ruch nutzt diese Gelegenheit für die Realisierung eines hindernisfreien Klosterzugangs.

Kunst als Weckruf

Mögen Sie in interessanten Zeiten leben! So lautet das Thema der 58. Biennale in Venedig, die Mitte Mai eröffnet wurde und bis Ende November dauert. Sie bietet Einblick in das Kunstschaffen in den verschiedenen Nationen. Die Hauptausstellungen der 79 Künstlerinnen und Künstler sind in freistehenden Länderpavillons in den Giardini della Biennale und in einem Komplex einer ehemaligen Werft, im Arsenale, zu sehen. Ein Blick auf einige Werke mit viel Aussagekraft.

… und Herz

Begleiten

«Um Selbstständigkeit, Unabhängigkeit und auch Freiheit zu erwerben und zu erhalten, investieren wir viel Energie, Zeit und Geld.»

Nur nid ghetzt

«Beide Erzählungen laden uns ein, uns nicht hetzen zu lassen, sondern immer wieder die Ruhe, die Gelassenheit zu bewahren»

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