Wer will noch auf die Alp?

 Die Städter sind seit Jahren solidarisch mit den Bergbauern. Davon zeugen die Schweizer Berghilfe oder das Caritas-Programm «Bergeinsatz» für Freiwillige Dennoch: Die Zukunft der Bergbauern ist aus strukturellen Gründen düster. In den Bergregionen geht die Infrastruktur zunehmend verloren. Beizen schliessen, Lädeli verschwinden, das Angebot des öffentlichen Verkehrs wird zusammengestrichen und jungen Leute ziehen weg.

Vor allem Städter nehmen diesen Prozess mit Bedauern wahr, weil das ihre Vorstellung einer heilen Bergwelt mit der schönen Alpwirtschaft tangiert. Zwar sind ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flächen Alpweiden, aber wegen der geringen Produktivität verlieren sie zunehmend an Bedeutung. Das Projekt «AlpFutur» hat deshalb die Zukunft der Landnutzung im Sömmerungsgebiet untersucht und ein sinkendes wirtschaftliches Interesse der Landwirtschaft an einer Alpung der Tiere festgestellt.

 

Weitere Themen im Heft

Bettag: Warum es ihn weiter braucht *** Israel: Vor den Wahlen ein gespaltenes Volk *** Negativzinsen: Das Geldsystem ist am Ende *** Schwangerschaft: Stress macht Babys empfindlich

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Der kompletteste rote Stier

Liebe Leserin, lieber Leser

Am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest gab es den fast vierjährigen Siegermuni Kolin zu gewinnen. Er hat gute Voraussetzungen, in die Stapfen von Pickel zu treten. Der Red-Holstein-Stier ist in der Schweizer «Kuh-Geschichte» ein Star, denn er ist Vater von fast 44 000 Kühen und immer noch im Einsatz, obschon er 2001 geschlachtet wurde.

Von Pickels Sperma wurden über 300 000 Dosen abgefüllt, von denen heute noch im Angebot sind. Pickel brachte eine Vielzahl von Töchtern hervor, die weit über 100 000 Kilo Milch Lebensleistung hatten. Und dieses Phänomen setzte sich über die folgenden Genrationen hinweg. «Mit Pickel hat die Schweizer Genetik den weltweit komplettesten roten Stier der Gegenwart hervorgebracht», schrieb vor Jahren die Zeitschrift «Schweizer Fleckvieh». Die Geschichte von Pickel, die Sie in der neuen Ausgabe finden, liest sich wie ein Märchen.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner, Redaktionsleiter

Das Wochenmagazin für Kopf…

Zu schnell unter dem Messer

Die Stadt Lausanne etabliert sich mit drei neuen Museen rund um den Bahnhof als Kulturstadt mit Ausstrahlung. Architektonisch geht die Überbauung Plateforme 10 neue Wege: Die gezeigte Kunst ist entscheidend, nicht die Hülle.

Eine neue Drehscheibe für Kunst

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Ins Schwarze getroffen

Kreative Menschen haben den Schwarzwald neu lanciert. Mit Produkten, die alte Traditionen neu interpretieren. Sie haben damit mehr erreicht, als sie zu hoffen wagten.

Keine Lust auf kleine Früchte?

In der Nordwestschweiz droht der Kahlschlag: Weil der Schweizer Obstverband diesen Sommer die Mindestgrösse für Tafelkirschen auf 24 Millimeter erhöht hat, können die Hochstammkirschbäume im Fricktal und im Baselbiet kaum noch gewinnbringend bewirtschaftet werden. Zum Glück aber haben die traditionsreichen, landschaftsprägenden und ökologisch äusserst wertvollen Hochstämmer eine sehr aktive Lobby.

Genua gibt sich nicht geschlagen

Vor einem Jahr stürzte die zentrale Autobahnbrücke von Genua ein. Seither gilt Genua als geschundene Hafenstadt. Sie steht als ehemalige Seerepublik im Schatten von Venedig. Während die Lagunenstadt unter den Tourismusströmen ächzt und nun Eintrittsgebühren verlangt, bleibt die Attraktivität Genuas unterschätzt.

Die Natur vernetzen

Um die Biodiversität zu erhalten, braucht es ein schweizweites Netz aus naturnahen Lebensräumen. Auch städtische Grünflächen können einen Beitrag dazu leisten, sofern sie biodiversitätsfreundlich gestaltet und gepflegt werden. Was aber bedeutet das genau? – Beispiele...

Burn-out: Mehr als eine Modekrankheit

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Burn-out-Syndrom neu definiert. Zwar gilt es noch immer nicht als offizielle Krankheitsdiagnose, trotzdem ist es aber ein ernst zu nehmendes Leiden, wie der neue Definitionstext zeigt.

Die Retter aus Saudi-Arabien und Katar

Wann handelt es sich um einen Ausverkauf der Heimat, wann ist es schlicht eine wohltuende Rettung? Viele Schweizer Traditionshotels hätten ohne Investoren aus dem arabischen Raum keine Zukunft.

Der Roboter, dein Pfleger?

Trotz Versprechen der Tech-Giganten sind Pflegeroboter noch immer rudimentär im Einsatz. Dennoch stellen uns die maschinellen Helfer vor grundlegende Fragen. Wie wollen wir in Zukunft gepflegt werden und welche Rolle spielen Menschen dabei noch?

… und Herz

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