Was die feministische Aussenpolitik Schwedens bewirkt

Im Jahr 2014 kündigte Schweden eine feministische Aussenpolitik an. Es ist das erste Land der Welt, das diesen Aspekt in der aussenpolitischen Arbeit umsetzt. Schweden ist seit Langem ein bedeutender Verfechter der Gleichstellung der Geschlechter, sowohl national als auch international, unabhängig von der politischen Partei an der Regierung. Seit 1994 ist es üblich, dass die Hälfte der Kabinettsmitglieder Frauen sind. Nach den Parlamentswahlen 2014, als der sozialdemokratische Ministerpräsident Stefan Löfven seine neu gebildete Regierung für feministisch erklärte, signalisierte er seine Absicht, die Gleichstellungsagenda der Regierung zu beschleunigen.

Löfven betonte in seiner Erklärung einer feministischen Regierung, dass die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur Angelegenheiten von Frauen sei, sondern eine Frage der Gesellschaft insgesamt, nicht zuletzt auch finanziell. Die Machtverhältnisse zwischen Männern und Frauen seien sozial aufgebaut, und die Hindernisse, die Frauen und Mädchen daran hindern, ihre Rechte und ihr Potenzial voll auszuschöpfen, müssten beseitigt werden. Die Wirtschaft gedeihe, wenn das gesamte Potenzial eines Landes ausgeschöpft werde. Ein Rückblick zeigt, dass es Schweden seither gelungen ist, neue Akzente zu setzen.

Weitere Themen im Heft

Menschenrecht Iran: Europa schaut weg *** Heiliger Nikolaus: wo ruhen seine Gebeine *** Ökologisch essen: Umwelt geht durch den Magen *** Caravaggios Frauen: Bilderklinik in Rom

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Der unerwünschte Besucher

Liebe Leserin, lieber Leser

Der vor 150 Jahren geborene Mahatma Gandhi verbrachte im Dezember 1931 fünf Tage in der Schweiz im Haus seines Freundes Romain Rolland. Der französische Schriftsteller und Nobelpreisträger hatte die erste Biografie über Gandhi verfasst, die 1924 veröffentlicht wurde. Gandhi war damals jedoch ein unerwünschter Gast in der Schweiz. Die Schweizer Presse war Gandhi gegenüber feindselig gesonnen, auch wegen seiner antimilitärischen und antikapitalistischen Bemerkungen.

Der Courrier de Montreux schrieb damals, das Beste, was Gandhi in diesen fünf Tagen in der Schweiz getan habe, sei, das Land zu verlassen. Ihm wurde vorgeworfen, in die Schweiz gekommen zu sein, um das Land zu entwaffnen, um das Volk unbewaffnet in die Hände kommunistischer Aggressoren zu treiben, wie Sie in der neuen Ausgabe lesen. Seither hat sich viel verändert. 2007 wurde im Ariana-Park in Genf eine Statue von Mahatma Gandhi aufgestellt.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner
Redaktionsleiter

 

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Unsere 150-Tonnen-Freunde

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Wagemutige Abenteurer waren die Walfänger, die ab dem 17. Jahrhundert ihre Beute bis in die entlegensten Winkel der Erde verfolgten. Heute zeigt sich, dass diese Seefahrer dabei fast einen unserer treuesten Verbündeten gegen die Klimaerwärmung ausgerottet hätten – denn Wale spielen allein schon aufgrund ihrer Grösse eine entscheidende Rolle in den Ökosystemen der Weltmeere.

Genf revolutioniert die Mobilität

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Vor den Augen der Weltöffentlichkeit nimmt der Markusdom in Venedig, eine der schönsten Kirchen der Welt, immensen Schaden. Er wurde bis zu einem Meter hoch von schmutzigem Salzwasser überflutet. Um das zu verhindern, sind seit 2003 über fünf Milliarden Euro in ein Jahrhundertprojekt, ein Schleusensystem von mechanischen Dämmen im Meer, geflossen. Doch Fehlplanung, Korruption und Schlendrian haben dazu geführt, dass die Schutzwälle immer noch nicht funktionieren.

Ein Weltskandal!

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Ein Extremer zwischen Farben und Formen

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In diesem Jahr werden 100 Jahre Bauhaus gefeiert. Einer der Bauhaus-Pioniere war der Schweizer Johannes Itten. Er prägte das Bauhaus in den ersten Jahren in Weimar massgeblich, löste dadurch aber auch eine Polarisierung aus. Nach drei Jahren als Meister am Bauhaus war der Konflikt mit Bauhausdirektor Walter Gropius so gross, dass Itten in die Schweiz zurückkehrte. Er blieb aber weiterhin ein prägender Lehrer.

Die Würde der Tiere wird permanent angetastet

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Kein Philosoph und keine Ethikerin kann das widersprüchliche Verhalten von Menschen gegenüber Tieren in ein einziges, stringentes Modell packen. Auf einem Auge blind zu sein gegenüber der Würde aller Kreaturen erschwert auch die Wahrung von verbrieften Rechten und Schutzansprüchen der Tiere. Wie deren Umsetzung trotzdem gelingen könnte, erklärt Antoine F. Goetschel, Jurist mit Spezialgebiet Tierschutzrecht, im Interview.

Gefrässiger Käfer auf dem Vormarsch

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