Augsburgs Wassersystem als Kulturerbe

Das Augsburger Wasser-System gehört seit Juli zum Unesco-Weltkulturerbe. Augsburgs Wasserwirtschaft war 1545 für Europa einmalig – vor allem die Trennung von Trink- und Brauchwasser. Es umfasst die ältesten Wassertürme und hat neben einer kunsthistorischen auch eine technikgeschichtliche Bedeutung. Die Stadt liegt an den drei Flüssen Lech, Wertach und Singold. Augsburgs Gelehrte waren so einfallsreich, dass sie bereist 1346 verstanden, die drei Flüsse so zu stauen und umzuleiten, dass die Stadt mit Wasser versorgt wurde.

Damit waren sie Vorreiter in ganz Europa. Das Wasser mündete in der Stadt in ein weit verzweigtes künstliches Bach- und Kanalsystem. Die Kanäle werden heute im Lechviertel und in der Altstadt von 500 Brücken überspannt, das sind mehr als in Venedig. Der Wasserbau, die Wasserkraft und die Trinkwasserversorgung haben Augsburg während 800 Jahren auf besondere Weise geprägt.

 

Weitere Themen im Heft

Eritrea: Kampf gegen Katholiken *** Freud: Psychoanalyse feiert Geburtstag *** Pizolgletscher: Der erste, der begraben wird *** Sperlonga: Ein Auslug in den Sommer

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Europas Pflanzenvielfalt ist bedroht

Liebe Leserin, lieber Leser

Der Klimawandel bedroht das Überleben vieler Pflanzenarten in Europa. Nur wenige sind für die zunehmende Trockenheit gerüstet. Zu diesem Schluss kommt eine kürzlich von Entwicklungsbiologen veröffentlichte Studie. Angesichts sinkender Regenmengen, vor allem in den klimatischen Randzonen des Mittelmeeres, und Nordeuropas steigenden Durchschnittstemperaturen besitzen heute viele in Europa heimische Pflanzen nicht die genetischen Voraussetzungen zum Überleben.

Zwar fehlen für die meisten Pflanzen noch ausreichende genetische Informationen, um ihre Fitness in Zeiten des Klimawandels beurteilen zu können, steht in der Studie weiter, die wir in der neuen Ausgabe vorstellen. Die Forscher reden dabei vom Jahr 2050. Das ist in 30 Jahren.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner, Redaktionsleiter

Das Wochenmagazin für Kopf…

«Träumchen» und «Schätzchen»

Die Panda-Bärin Meng Meng hat im Berliner Zoo zwei Babys geboren. Lange blieb es ein Rätsel, ob die Bärin tatsächlich trächtig war. Denn Panda-Bärinnen sind nur während 24 bis 72 Stunden pro Jahr fruchtbar. Zudem neigen sie dazu, trächtig zu spielen. Pandas sind heute ein grosses Geschäft – auf Kosten des Tierwohls.

Zu schnell unter dem Messer

Die Stadt Lausanne etabliert sich mit drei neuen Museen rund um den Bahnhof als Kulturstadt mit Ausstrahlung. Architektonisch geht die Überbauung Plateforme 10 neue Wege: Die gezeigte Kunst ist entscheidend, nicht die Hülle.

Eine neue Drehscheibe für Kunst

Die Stadt Lausanne etabliert sich mit drei neuen Museen rund um den Bahnhof als Kulturstadt mit Ausstrahlung. Architektonisch geht die Überbauung Plateforme 10 neue Wege: Die gezeigte Kunst ist entscheidend, nicht die Hülle.

Ins Schwarze getroffen

Kreative Menschen haben den Schwarzwald neu lanciert. Mit Produkten, die alte Traditionen neu interpretieren. Sie haben damit mehr erreicht, als sie zu hoffen wagten.

Keine Lust auf kleine Früchte?

In der Nordwestschweiz droht der Kahlschlag: Weil der Schweizer Obstverband diesen Sommer die Mindestgrösse für Tafelkirschen auf 24 Millimeter erhöht hat, können die Hochstammkirschbäume im Fricktal und im Baselbiet kaum noch gewinnbringend bewirtschaftet werden. Zum Glück aber haben die traditionsreichen, landschaftsprägenden und ökologisch äusserst wertvollen Hochstämmer eine sehr aktive Lobby.

Genua gibt sich nicht geschlagen

Vor einem Jahr stürzte die zentrale Autobahnbrücke von Genua ein. Seither gilt Genua als geschundene Hafenstadt. Sie steht als ehemalige Seerepublik im Schatten von Venedig. Während die Lagunenstadt unter den Tourismusströmen ächzt und nun Eintrittsgebühren verlangt, bleibt die Attraktivität Genuas unterschätzt.

Die Natur vernetzen

Um die Biodiversität zu erhalten, braucht es ein schweizweites Netz aus naturnahen Lebensräumen. Auch städtische Grünflächen können einen Beitrag dazu leisten, sofern sie biodiversitätsfreundlich gestaltet und gepflegt werden. Was aber bedeutet das genau? – Beispiele...

Burn-out: Mehr als eine Modekrankheit

Die Weltgesundheitsorganisation hat das Burn-out-Syndrom neu definiert. Zwar gilt es noch immer nicht als offizielle Krankheitsdiagnose, trotzdem ist es aber ein ernst zu nehmendes Leiden, wie der neue Definitionstext zeigt.

Die Retter aus Saudi-Arabien und Katar

Wann handelt es sich um einen Ausverkauf der Heimat, wann ist es schlicht eine wohltuende Rettung? Viele Schweizer Traditionshotels hätten ohne Investoren aus dem arabischen Raum keine Zukunft.

… und Herz

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