Wildsaison für Importware

Jetzt beginnt die Saison für Wildfleisch, in der 90 Prozent des Jahresumsatzes an Wild erzielt werden. Trotz der grossen Nachfrage nach Wildfleisch ab September bleibt der Wildanteil am gesamten Fleischmarkt mit nur drei Prozent gering. Das entspricht nämlich nur einem Pro-Kopf-Konsum von 530 Gramm pro Jahr. Der Grossteil des Wildfleisches stammt aber nicht aus den Schweizer Wäldern. Denn das Fleisch aus der Jagd wird praktisch nur über die Gastronomie oder auf privaten Kanälen abgesetzt.

Zwar hat die Hirschhaltung in der Schweiz in den vergangenen Jahren zugenommen, dennoch vermag sie nur den kleineren Teil der Nachfrage abzudecken. Es gibt mehrere Gründe, warum dieser Anteil nicht stärker zugenommen hat. Das Schweizer Wild ist für den Detailhandel teuer. Es kann preislich mit ausländischer Ware aus Osteuropa und Neuseeland nicht konkurrieren. Zudem gibt es für eine Hirschzucht in der Schweiz viele administrative Hürden zu überwinden, die ins Geld gehen.

 

 

Weitere Themen im Heft

Regenwald: Amazonas-Synode als Weckruf*** Schweizer Wein: Keine Lust mehr auf Einheimisches *** Pinktax: Warum für Frauen alles teurer ist *** Uno-Frau: Die Schweizerin fürs Klima

Jetzt den Sonntag abonnieren!

Die Landwirtschaft ist voller Potenzial

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Gründung einer Biokäserei im US-amerikanischen Nicasio Valley war die Antwort der Brüder Lafranchi auf stetig sinkende Milchpreise. Das Know-how holten sie sich im Tessin, wo der Grossvater aufwuchs.  Neun Dollar kostet ein rund 150 Gramm schwerer Locarno-Käse auf dem Bio-Markt in San Francisco. Ein stolzer Preis, der in einer der reichsten Gegenden der USA gerne bezahlt wird. Doch weshalb Käse mit Tessiner Namen? Ohne fachliche Hilfe aus dem Tessin wäre die heutige Erfolgsstory der Nicasio Valley Cheese Company nicht geschrieben worden. Das zeigt: Die Schweizer Landwirtschaft ist voller Potenzial, alles hängt heute jedoch von Vermarkungsideen ab, wie der Artikel über die Lafranchi-Brüder in der neuen Ausgabe zeigt.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner
Redaktor

 

Das Wochenmagazin für Kopf…

Die Last der unbegrenzten Möglichkeiten

Zwei grundsätzliche Annahmen westlicher Gesellschaften hat die Forschung der vergangenen Jahrzehnte widerlegt: dass der Mensch rationale Entscheidungen fällt und dass eine grosse Auswahl diese Entscheidungen erleichtert. Wie das eine mit dem anderen zusammenhängt und warum uns unbegrenzte Wahlmöglichkeiten überfordern.

Wo die Erde den Himmel berührt

Heilige Berge werden auf allen Kontinenten verehrt. Das spiegelt die menschliche Sehnsucht nach Spiritualität – seit den Griechen bis hin zu den Christen.

Medikamente für über eine Milliarde Franken pro Jahr im Müll

Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel wird nach ihrer Wiederwahl die Gesundheitskommission präsidieren. Für sie steht fest: Der andauernde Anstieg der Krankenkassenprämien muss mit einer Kostenbremse in der Verfassung gestoppt werden.

«Manchmal kommen dem Stier Flausen in den Kopf»

Die meisten Milchviehbetriebe in der Schweiz lassen ihre Kühe künstlich besamen. Gemäss der Genossenschaft Swissgenetics, grösster Schweizer Produzent von Sperma für künstliche Besamung, wurden im Jahr 2018 etwa 85 Prozent der Kühe künstlich besamt. Einige setzen jedoch auf Natursprung wie die Brüder Brülisauer in Herisau.

«Es gibt keinen Grund mehr, mit Waffen zu kämpfen»

Im Oktober wird in Mosambik gewählt. Am 6. August schlossen der Präsident Mosambiks, Filipe Nyusi, von der regierenden Frelimo-Partei und Ossufo Momade, Oppositionsführer der Renamo-Partei, ein historisches Friedensabkommen. Es soll ruhige Wahlen im Oktober ermöglichen. Mirko Manzoni, damals noch Schweizer Botschafter in Mosambik war massgeblich beteiligt.

Gemeinden sparen dank Kiss Pflegekosten

Die Anzahl alter Menschen in der Schweiz steigt. Gleichzeitig wird ihr soziales Umfeld mobiler. Wer wird also für sie da sein, wenn sie Hilfe beim Einkaufen oder einen Besuch gegen die Einsamkeit brauchen? Zum Beispiel die Zeitvorsorger von Kiss, die mit Hilfeleistungen Zeit sammeln, die sie später einlösen können.

«Träumchen» und «Schätzchen»

Die Panda-Bärin Meng Meng hat im Berliner Zoo zwei Babys geboren. Lange blieb es ein Rätsel, ob die Bärin tatsächlich trächtig war. Denn Panda-Bärinnen sind nur während 24 bis 72 Stunden pro Jahr fruchtbar. Zudem neigen sie dazu, trächtig zu spielen. Pandas sind heute ein grosses Geschäft – auf Kosten des Tierwohls.

Zu schnell unter dem Messer

Die Stadt Lausanne etabliert sich mit drei neuen Museen rund um den Bahnhof als Kulturstadt mit Ausstrahlung. Architektonisch geht die Überbauung Plateforme 10 neue Wege: Die gezeigte Kunst ist entscheidend, nicht die Hülle.

Eine neue Drehscheibe für Kunst

Die Stadt Lausanne etabliert sich mit drei neuen Museen rund um den Bahnhof als Kulturstadt mit Ausstrahlung. Architektonisch geht die Überbauung Plateforme 10 neue Wege: Die gezeigte Kunst ist entscheidend, nicht die Hülle.

Ins Schwarze getroffen

Kreative Menschen haben den Schwarzwald neu lanciert. Mit Produkten, die alte Traditionen neu interpretieren. Sie haben damit mehr erreicht, als sie zu hoffen wagten.

… und Herz

Momente

Sie erhalten zwei Ausgaben des Sonntag kostenlos zum Kennenlernen.

Wir versprechen Ihnen:

  • Sie erhalten keine Rechnung. 

  • Sie müssen nicht kündigen. 

  • Es startet kein automatisches Abo.

Unverbindlich kennenlernen!

10 + 5 =