Fleisch oder nicht?

Die Frage, welche Nahrungsmittel geboten, verboten oder erlaubt sind, beschäftigt viele Menschen. Vegetarismus und Veganismus nehmen dieses Anliegen auf. Aber der Fokus auf die richtige Ernährung kann dazu führen, dass andere wichtige Aspekte des Essens verdrängt werden.

Dazu gehören kulinarisch-sinnliche sowie sozial-gemeinschaftliche Aspekte, kurz: Aspekte des gelingenden Lebens. Niemand muss Fleisch essen, aber es ist erlaubt, das Fleisch von Tieren, die anständig gehalten und getötet wurden, in kleineren Mengen als heute üblich zu konsumieren. Dafür wird ökonomisch ein substanziell höherer Preis als heute zu bezahlen sein.

 

 

Weitere Themen im Heft

Kardinäle: 13 neue mit viel Profil*** Partnerwahl: Die Liebe im Onlineshop *** Pferdelobby: Tiere mit Vertretung im Parlament *** Trauma: Wenn es die Sprache verschlägt

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Stolz der Nation

Liebe Leserin, lieber Leser

Die Uhrenindustrie vermittelt weltweit das Image der Schweizer Präzision. Die Schweizer Uhrenexporte stiegen im vergangenen Jahr um 6,3 Prozent auf 21,2 Milliarden Franken. Die Zahl der Stellen stieg derweil auf fast 58 000. Vor der Quarzkrise waren es einmal 90 000 Beschäftigte. Zwischen 1970 und 1988 verschwanden jedoch 1000 Betriebe der Uhrenbranche, die Beschäftigungszahl fiel um zwei Drittel auf 28 000 Personen. Die zwei wichtigsten Schweizer Uhrenkonzerne SSIH und Asuag wurden fusioniert und dabei vom Unternehmensberater Nicolas Hayek unterstützt. 1985 übernahm er zusammen mit anderen Investoren den neuen Konzern Swatch.

Zur Erinnerung: Nicolas Hayek lernte seine spätere Schweizer Ehefrau in Beirut kennen, als sie dort bei der libanesischen Familie Hayek als Au-pair arbeitete. Der Konzernumsatz von Swatch lag im vergangenen Jahr bei 8,475 Milliarden Franken. Ohne Nicolas Hayek und seinem Wegbegleiter Jean-Claude Biver, der in Luxemburg geboren ist, wäre das nicht möglich gewesen. Biver reaktivierte die Marke Blancpain und brachte Omega wieder hoch. Später führte er Hublot aus der Krise und verkaufte die Marke dem Modekonzern LVMH, wo der 70-Jährige seit 2014 für die Uhrensparte zuständig ist. Ohne ausländische Investoren wäre die Schweizer Uhrenindustrie nie wieder so erfolgreich geworden. Das sollte in der Diskussion «Switzerland first» nicht vergessen gehen.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner
Redaktor

 

Das Wochenmagazin für Kopf…

Wo die Erde den Himmel berührt

Heilige Berge werden auf allen Kontinenten verehrt. Das spiegelt die menschliche Sehnsucht nach Spiritualität – seit den Griechen bis hin zu den Christen.

Medikamente für über eine Milliarde Franken pro Jahr im Müll

Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel wird nach ihrer Wiederwahl die Gesundheitskommission präsidieren. Für sie steht fest: Der andauernde Anstieg der Krankenkassenprämien muss mit einer Kostenbremse in der Verfassung gestoppt werden.

«Manchmal kommen dem Stier Flausen in den Kopf»

Die meisten Milchviehbetriebe in der Schweiz lassen ihre Kühe künstlich besamen. Gemäss der Genossenschaft Swissgenetics, grösster Schweizer Produzent von Sperma für künstliche Besamung, wurden im Jahr 2018 etwa 85 Prozent der Kühe künstlich besamt. Einige setzen jedoch auf Natursprung wie die Brüder Brülisauer in Herisau.

«Es gibt keinen Grund mehr, mit Waffen zu kämpfen»

Im Oktober wird in Mosambik gewählt. Am 6. August schlossen der Präsident Mosambiks, Filipe Nyusi, von der regierenden Frelimo-Partei und Ossufo Momade, Oppositionsführer der Renamo-Partei, ein historisches Friedensabkommen. Es soll ruhige Wahlen im Oktober ermöglichen. Mirko Manzoni, damals noch Schweizer Botschafter in Mosambik war massgeblich beteiligt.

Gemeinden sparen dank Kiss Pflegekosten

Die Anzahl alter Menschen in der Schweiz steigt. Gleichzeitig wird ihr soziales Umfeld mobiler. Wer wird also für sie da sein, wenn sie Hilfe beim Einkaufen oder einen Besuch gegen die Einsamkeit brauchen? Zum Beispiel die Zeitvorsorger von Kiss, die mit Hilfeleistungen Zeit sammeln, die sie später einlösen können.

«Träumchen» und «Schätzchen»

Die Panda-Bärin Meng Meng hat im Berliner Zoo zwei Babys geboren. Lange blieb es ein Rätsel, ob die Bärin tatsächlich trächtig war. Denn Panda-Bärinnen sind nur während 24 bis 72 Stunden pro Jahr fruchtbar. Zudem neigen sie dazu, trächtig zu spielen. Pandas sind heute ein grosses Geschäft – auf Kosten des Tierwohls.

Zu schnell unter dem Messer

Die Stadt Lausanne etabliert sich mit drei neuen Museen rund um den Bahnhof als Kulturstadt mit Ausstrahlung. Architektonisch geht die Überbauung Plateforme 10 neue Wege: Die gezeigte Kunst ist entscheidend, nicht die Hülle.

Eine neue Drehscheibe für Kunst

Die Stadt Lausanne etabliert sich mit drei neuen Museen rund um den Bahnhof als Kulturstadt mit Ausstrahlung. Architektonisch geht die Überbauung Plateforme 10 neue Wege: Die gezeigte Kunst ist entscheidend, nicht die Hülle.

Ins Schwarze getroffen

Kreative Menschen haben den Schwarzwald neu lanciert. Mit Produkten, die alte Traditionen neu interpretieren. Sie haben damit mehr erreicht, als sie zu hoffen wagten.

Keine Lust auf kleine Früchte?

In der Nordwestschweiz droht der Kahlschlag: Weil der Schweizer Obstverband diesen Sommer die Mindestgrösse für Tafelkirschen auf 24 Millimeter erhöht hat, können die Hochstammkirschbäume im Fricktal und im Baselbiet kaum noch gewinnbringend bewirtschaftet werden. Zum Glück aber haben die traditionsreichen, landschaftsprägenden und ökologisch äusserst wertvollen Hochstämmer eine sehr aktive Lobby.

… und Herz

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