Bedroht, weil weiss

In vielen Weltregionen führen Menschen, die von Albinismus betroffen sind, ein fast normales Leben. Aber nicht in Afrika, wo der Albinismus viel häufiger auftritt.

Denn in vielen Regionen Afrikas bereitet ein Aberglaube Menschen mit Albinismus grosse Schwierigkeiten. Ihre Körperteile sollen Macht verleihen und Aids heilen. Menschen mit Albinismus werden als Zeru bezeichnet, was Geist bedeutet. Ihnen wird nachgesagt, dass sie nicht sterben, sondern nur nach und nach verschwinden, also verblassen. Selbst ernannte Heiler zahlen auf dem Schwarzmarkt 66 000 Euro für eine Albino-Leiche. Ihr Aussehen hat verschiedene Mythen und Legenden hervorgebracht. Insbesondere verbreitete sich im Laufe der Jahrhunderte der Glaube, Zaubertränke aus Körperteilen von Menschen mit Albinismus, rituelle Opferungen oder der Geschlechtsverkehr mit ihnen würden Krankheiten heilen. Schamanen jagen deshalb Menschen mit Albinismus, um an ihre Körperteile zu kommen.

Weitere Themen im Heft

Vatikan: Uno soll Christen besser schützen *** Übergewicht: Immer mehr Schweizer sind betroffen *** Goldschimmer: Wenn die Künstlerin zur Alchimistin wird *** Ohrfeigen: Kinder sind immer noch Opfer von Gewalt

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Zum Geburtstag ein neuer Sitz

Liebe Leserin, lieber Leser

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) schenkt sich zum 125. Geburtstag ein neues Verwaltungsgebäude für 145 Millionen Franken am Genfer See. Damit hat nun auch das IOC nach der Fifa einen architektonischen Sportpalast, was am 23. Juni in Lausanne offiziell gefeiert wird. Das IOC ist als Verein organisiert, der mit seinen Mitgliedern die Organisation und Betreuung der Olympischen Spiele zu Aufgabe hat. Der Verein geht auf den Pädagogen Baron Pierre de Coubertin zurück, der von der erzieherischen und sozialisierenden Wirkung des Sports überzeugt war. Er engagierte sich für die Wiederbelebung der Olympischen Spiele der Antike, um die Völker und Nationen der Welt einander näherzubringen. Er sah in der Olympischen Bewegung die Chance, nationale Egoismen zu überwinden und so zur internationalen Verständigung beizutragen, wie Sie in der neuen Ausgabe lesen. Schöne Gedanken. Obschon die Olympischen Spiele heute ein grosses Geschäft sind, haben sie immer noch diese Wirkung. Sport verbindet – lokal, regional und international.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner
Redaktionsleiter

Das Wochenmagazin für Kopf…

Kunst als Weckruf

Mögen Sie in interessanten Zeiten leben! So lautet das Thema der 58. Biennale in Venedig, die Mitte Mai eröffnet wurde und bis Ende November dauert. Sie bietet Einblick in das Kunstschaffen in den verschiedenen Nationen. Die Hauptausstellungen der 79 Künstlerinnen und Künstler sind in freistehenden Länderpavillons in den Giardini della Biennale und in einem Komplex einer ehemaligen Werft, im Arsenale, zu sehen. Ein Blick auf einige Werke mit viel Aussagekraft.

Wie die Evolution in die Zukunft führt

Auf der Erde sterben Tiere und Pflanzen massenhaft aus. Gehört das zur Evolution? Drei Professoren vom Max-Planck-Institut sehen im Darwinismus das Fundament für die Erforschung der Evolution. Warum das Forschungsgebiet nicht mehr nur in die Vergangenheit blickt, sondern auch immer mehr in die Zukunft, erklären sie in Interviews.

Frauen im Fussballstadion

Wer an Fussball denkt, denkt an Männer – und denkt dabei zu kurz. Fussballerinnen, weibliche Fans, Trainerinnen und viel mehr haben längst ihren Platz in der Fussballwelt und prägen sie wesentlich mit.

Brennendes Land

Indien ist derzeit der drittgrösste Energieverbraucher der Welt. Ein erheblicher Teil der Produktion für den internen Energiebedarf stammt aus den Jharia-Kohlebergwerken im Staat Jharkhand im Osten des Landes. Hier lodern seit mehr als einem Jahrhundert unterirdische Brände. Aber der Tagebau hat die Flammen zunehmend an die Oberfläche gebracht – mit verheerenden Folgen für die lokale Bevölkerung.

Code: Da Vinci

Kaum eine andere historische Person war so oft Gegenstand fiktiver Geschichten wie Leonardo da Vinci: Der Universalgelehrte beflügelt seit 500 Jahren die Fantasie der Schriftsteller, seit 100 Jahren auch die der Filmemacher und Fernsehproduzenten – und im 21. Jahrhundert taucht der im 15. Jahrhundert geborene Maler, Bildhauer, Architekt, Ingenieur und Naturphilosoph sogar in Videospielen auf.

Christen – am stärksten gefährdete Religionsgruppe

Misshandlungen, Folter, Gefängnis und sogar Tod: So sieht die Lage für 200 Millionen bedrohte Christen in über 50 Ländern aus. Damit gehören die Christen zur gefährdetsten Religionsgemeinschaft der Welt.

Der weinende Jesus

Seit über 500 Jahren pilgern die Spanier in Alicante einmal im Jahr zum Mönchskloster Santa Faz. Dort wird nämlich in einem Schrein ein Schleier aufbewahrt, der in Alicante als das Schweisstuch der Veronika verehrt wird.

Evita Perón: Vom Tod der Unsterblichen

Nach ihrem Tod hatten die politischen Gegner des ehemaligen argentinischen Präsidenten Juan Perón alles daran gesetzt, die Erinnerung an seine Ehefrau María Eva Duarte de Perón auszulöschen. Nach ihrem Tod blieb die Leiche 17 Jahre lang verschollen: eine Schauergeschichte.

Durchgebohrt bis zur Hölle

2009 wurde der Bohrturm über dem tiefsten Loch auf der am nördlichen Polarkreis gelegenen russischen Halbinsel Kola abgerissen. Mit 12 262 Metern ist das Loch tiefer als der Marianengraben.

Das grosse Unfassbare

An Ostern wird die Auferstehung von Jesus gefeiert. Ostern ist somit das Fest der Überwindung des Todes. Dennoch bekunden die Christen Mühe, diese Tatsache in ihr Leben zu integrieren. Das ewige Leben bleibt meist ausgeklammert.

… und Herz

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