Das Vorzeigebeispiel in Sizilien

Sizilien gilt als Insel der Immigration. Das Quartier Albergheria in Palermo dokumentiert dies als multiethnisches Viertel, wo zum Erstaunen Vieler das Zusammenleben recht gut gelingt. Kein Ort vermittelt das Bild von Palermo als Schmelztiegel der Kulturen im Mittelmeerraum so trefflich wie Albergheria. Eine entscheidende Rolle für die soziale Interaktion durch Migrationsströme spielt das katholische Salesianerzentrum Santa Chiara. Zur Unterstützung der Aktivitäten des Zentrums wurde 1995 von den Salesianern der Verein Santa Chiara gegründet, um den Aktivitäten einen rechtlichen Rahmen zu geben. Aktiv sind die Salesianer seit 1919, um den Kindern und Jugendlichen in diesem Stadtteil zu helfen, der früher von grosser Armut und sozialer Not geprägt war.

Es ist schwierig, seine Initiativen, Aktionen und Dienstleistungen aufzuzählen, die das Zentrum im Laufe der Jahre bereits durchgeführt hat. Die Liste reicht von der Einrichtung eines kostenlosen Ambulatoriums über die Gründung eines Wohnheims, eine Vermittlungsstelle für die Arbeit, eine Postanschrift für noch Obdachlose, Alphabetisierungskurse, Lebensmittelabgabe und kostenlose Rechtshilfe bis hin zu einem Raum für Partys und Rituale der verschiedenen Gemeinschaften. Das ist nur mit Ehrenamtlichen möglich, die so die Integration lebendig machen.

 

Weitere Themen im Heft

Amazonas-Synode: Jetzt hat der Papst den Ball *** Raps-Wunder: Die Nachfrage ist grösser als das Angebot? *** Nazi-Schicksale: Was Schweizern in KZs geschah *** Flug-Verhalten: Jede Fledermaus hat einen eigenen Plan

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Kinder lassen länger leben

Liebe Leserin, lieber Leser

Wer ein Kind bekommt, lebt in der Regel länger als Kinderlose. Wer zwei Kinder hat, bekommt nochmal einen kleinen Lebensbonus dazu. Bei Eltern, die Kinder adoptieren, ist der Effekt noch deutlicher: Wird ein Kind adoptiert, steigt die Lebenserwartung um drei Jahre. Bei zwei oder drei Kindern sind es sogar fünf Jahre. Das zeigt eine neue vom Max-Planck-Institut für demografische Forschung. Da staunt man einmal mehr über das Leben.

Nicht dass es existiert, sondern wie es funktioniert. Der Zusammenhang zwischen der Anzahl der Kinder und der Lebenserwartung ist nicht neu. Biologische Ursachen, die allein auf Mütter und die körperlichen Folgen von Geburten abzielen, können also höchstens ein sehr kleines Puzzleteil der Erklärung sein. Mehr dazu in der neuen Ausgabe.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner
Redaktionsleiter

 

Das Wochenmagazin für Kopf…

Die Würde der Tiere wird permanent angetastet

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Kein Philosoph und keine Ethikerin kann das widersprüchliche Verhalten von Menschen gegenüber Tieren in ein einziges, stringentes Modell packen. Auf einem Auge blind zu sein gegenüber der Würde aller Kreaturen erschwert auch die Wahrung von verbrieften Rechten und Schutzansprüchen der Tiere. Wie deren Umsetzung trotzdem gelingen könnte, erklärt Antoine F. Goetschel, Jurist mit Spezialgebiet Tierschutzrecht, im Interview.

Gefrässiger Käfer auf dem Vormarsch

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Während sich US-Präsident Donald Trump mit China über Zölle und Bilanzen streitet, wird Europa von einer Invasion aus dem Reich der Mitte überrollt: Die Marmorierte Baumwanze, ein Anfang des Jahrhunderts eingeschleppter Schädling, hat 2019 erhebliche Schäden an Schweizer Obst- und Gemüsekulturen verursacht. Fachstellen rufen die Bevölkerung auf, Funde des gefrässigen Käfers zu melden.

In der Kunstwelt ein Vorbild

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Bis zum 5. Januar 2020 ist im Kunsthaus Zürich die Ausstellung «Picasso-Gorky-Warhol» mit Werken aus der Privatsammlung von Hubert Looser zu sehen. Looser, der in Zürich lebt, ist mehr als ein Kunstsammler: Mit dem Kunstforum Zürich und seinem Engagement für Legate und Donationen setzt er wegweisende Impulse.

Die Last der unbegrenzten Möglichkeiten

Die Last der unbegrenzten Möglichkeiten

Zwei grundsätzliche Annahmen westlicher Gesellschaften hat die Forschung der vergangenen Jahrzehnte widerlegt: dass der Mensch rationale Entscheidungen fällt und dass eine grosse Auswahl diese Entscheidungen erleichtert. Wie das eine mit dem anderen zusammenhängt und warum uns unbegrenzte Wahlmöglichkeiten überfordern.

Wo die Erde den Himmel berührt

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Heilige Berge werden auf allen Kontinenten verehrt. Das spiegelt die menschliche Sehnsucht nach Spiritualität – seit den Griechen bis hin zu den Christen.

Medikamente für über eine Milliarde Franken pro Jahr im Müll

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Die Aargauer CVP-Nationalrätin Ruth Humbel wird nach ihrer Wiederwahl die Gesundheitskommission präsidieren. Für sie steht fest: Der andauernde Anstieg der Krankenkassenprämien muss mit einer Kostenbremse in der Verfassung gestoppt werden.

«Manchmal kommen dem Stier Flausen in den Kopf»

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Die meisten Milchviehbetriebe in der Schweiz lassen ihre Kühe künstlich besamen. Gemäss der Genossenschaft Swissgenetics, grösster Schweizer Produzent von Sperma für künstliche Besamung, wurden im Jahr 2018 etwa 85 Prozent der Kühe künstlich besamt. Einige setzen jedoch auf Natursprung wie die Brüder Brülisauer in Herisau.

«Es gibt keinen Grund mehr, mit Waffen zu kämpfen»

«Es gibt keinen Grund mehr, mit Waffen zu kämpfen»

Im Oktober wird in Mosambik gewählt. Am 6. August schlossen der Präsident Mosambiks, Filipe Nyusi, von der regierenden Frelimo-Partei und Ossufo Momade, Oppositionsführer der Renamo-Partei, ein historisches Friedensabkommen. Es soll ruhige Wahlen im Oktober ermöglichen. Mirko Manzoni, damals noch Schweizer Botschafter in Mosambik war massgeblich beteiligt.

Gemeinden sparen dank Kiss Pflegekosten

Gemeinden sparen dank Kiss Pflegekosten

Die Anzahl alter Menschen in der Schweiz steigt. Gleichzeitig wird ihr soziales Umfeld mobiler. Wer wird also für sie da sein, wenn sie Hilfe beim Einkaufen oder einen Besuch gegen die Einsamkeit brauchen? Zum Beispiel die Zeitvorsorger von Kiss, die mit Hilfeleistungen Zeit sammeln, die sie später einlösen können.

«Träumchen» und «Schätzchen»

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Die Panda-Bärin Meng Meng hat im Berliner Zoo zwei Babys geboren. Lange blieb es ein Rätsel, ob die Bärin tatsächlich trächtig war. Denn Panda-Bärinnen sind nur während 24 bis 72 Stunden pro Jahr fruchtbar. Zudem neigen sie dazu, trächtig zu spielen. Pandas sind heute ein grosses Geschäft – auf Kosten des Tierwohls.

… und Herz

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