Vor Jahren war er in Venedig, nun lag für den viel beschäftigten Globi auch mal eine Reise nach Rom drin. Dort ist er gleich mittendrin in einem Abenteuer, bei dem die Schweizergarde eine Rolle spielt, und er trifft – natürlich – den Papst persönlich.

von Christine Schnapp

Die Kriminalgeschichte, die dem neuen Globi-Buch «Globis Abenteuer in Rom» zugrunde liegt, wäre als Stoff für einen «Tatort» wohl zu schmal. Zu einfach gelingt dem Dieb gleich zu Beginn der Raub einer kleinen Wolfsstatue, mit der im Rucksack er anschliessend mehrere Tage auf der Flucht vor der Polizei auf dem Fahrrad durch Rom kurvt. Das stört aber nicht, sondern ist ein schöner Anlass für Hund Lupa, dem Dieb hinterherzurennen – mehrere Tage lang versteht sich –, ihr auf den Fersen die beiden Hunde-Besitzer-Kinder Romy und Remo und ihnen wiederum der dienstbeflissene Globi, der immer zur Stelle ist, wenn jemand Hilfe braucht. Aus der Verfolgungsjagd wird also flugs ein Stadtrundgang, bei dem die Leserin und der Leser einiges über die Stadt Rom und ihre Geschichte lernen und dabei auch gleich noch ein paar Brocken Italienisch aufschnappen.
Als auf der Flucht als Kollateralschaden der Zeh eines Schweizergardisten ausser Gefecht gesetzt wird, vertritt Globi diesen für die Zeit bis zur Genesung im Vatikan. Daraus ergibt sich ein nicht ganz ernst gemeinter Einblick in die Zentrale der katholischen Kirche, samt Rollschuhfahrt mit dem Papst.

Was kommen mag

Ob Globi, die beiden Kinder Romy und Remo sowie Hund Lupa den Dieb schlussendlich zu fassen kriegen, ob die Schweizergardisten auch beim Finale eine kleine Rolle spielen und ob gar der italienische Philosoph Giordano Bruno noch zu einem Auftritt kommt, das steht alles im Buch und wird an dieser Stelle nicht verraten!

 

Jürg Lendenmann, Daniel Frick:
Globis Abenteuer in Rom
Orell Füssli, Zürich 2019.
100 Seiten, Fr. 25.90.
ISBN 978-3-85703-144-1.