Am 31. Oktober werden in Thailand Loy Krathong, das Fest der schwimmenden Laternen, und Yi Peng, das Himmelslaternenfest, gefeiert. Mit den Laternen ziehen Pech und Fehler davon.

von Florian Fink

Das Fest der schwimmenden Laternen wird in Thailand landesweit beim ersten Vollmond im November gefeiert. In diesem Jahr ist das in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November der Fall. Mit Kerzen und Blumen geschmückte, lotusförmige Körbe werden in Flüsse gereicht, damit sie schwimmend davonziehen. Im Thailändischen bedeutet Loy schweben. Ein Krathong ist ein kleiner Behälter, der traditionell aus Bananenblättern hergestellt wird und eine Kerze, Räucherstäbchen und Blumen enthält. Das auf dem Wasser schwimmende Krathong symbolisiert die Bereitschaft, Hass und Wut loszulassen. Einige Menschen legen Haare und Fingernägel in die Krathongs, um das Loslassen ihrer vergangenen Fehler und negativen Gedanken zu symbolisieren. Es ist eine Reinigungszeremonie, um den Geist zu erleuchten und Glück zu bringen.

Yi Peng, das Himmelslaternenfest, wird am selben Tag in Nordthailand begangen. Die angezündeten Laternen steigen in den Himmel, geschmückt mit Glückswünschen und Gebeten. Der Wunsch ist, dass sie brennend wegziehen, bis sie nicht mehr sichtbar sind.

Die zahlreichen Himmelslaternen, die aufgrund der Heissluft hochsteigen, bestehen aus Reispapier, das über einen Bambusrahmen gespannt ist, an dessen Fuss eine Kerze befestigt ist. Yi Peng hat vermutlich seinen Ursprung in Indien und geht auf die Legende vom kerzentragenden Vogel zurück, der einst den Gautama-Buddha besuchte. In Thailand wird die Ehrerbietung gegenüber Buddha als eine Möglichkeit angesehen, in das nächste Leben wiedergeboren zu werden, um sich grösserer Beliebtheit und Reinheit zu erfreuen. Die Menschen lassen ihre Laternen in den Himmel steigen, als würden sie ihr eigenes Pech und ihre eigenen Fehler in die Vergessenheit entsenden. Wenn Ihre Laterne in der Dunkelheit verschwindet, bevor das Licht erlischt, werden Sie ein extrem gutes Jahr vor sich haben. Stürzt die Laterne aber ab, droht Pech.