Neophyten – die Schläfer im Garten

Für einige exotische Zierpflanzen schafft der Klimawandel optimale Bedingungen – und lässt manch braves Gartenblümchen zum hartnäckigen Invasoren werden. Die Goldrute ist einer dieser eingeführten Pflanze. Sie ist die häufigste invasive Pflanze der Schweiz. Sie konnte hier Wurzeln schlagen, kann sich ungestört vermehren, ganze Gebiete überwuchern, heimische Pflanzen verdrängen und Tierarten verhungern lassen. Ganz bewusst wurde diese Problemblume auf den Kontinent und ins Land geholt, als grünen Zierrat und exotischen Farbtupfer – genau wie tausende anderer Arten auch. Sie haben bei weiterer Erwärmung auch das Potential, alles zu überwuchern.

Weitere Themen im Heft

Autoritätskrise: Wenn im Vatikan Kardinäle streiten *** Wasserbedarf: 48’000 Liter für ein Kilo Kaffee *** Zirkuskultur: Einmal Knie, immer Knie – ein Phänomen *** Hysteriekult: Das sind die Schweizer Diven

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Inspiration für eine gute Vaterschaft

Liebe Leserin, lieber Leser

Manchmal lohnt es sich, genau hinzuschauen und dabei alles zu vergessen, was man bisher gehört und gelesen hat. Zum Beispiel bei Josef. Am 19. März war Josefstag. Mit Josef sind unzählige kitschige Vorstellungen verbunden. Über die Jahrhunderte wurde er zu einer Figur hingebogen, die uns fremd ist. Schaut man aber genau auf das Vaterverständnis von Josef und lässt dabei auch die Psychologie nicht ausser Acht, offenbart sich ein intuitiver Mann mit einem modernen Erziehungskonzept.

Der Knabe sei nicht die Fortsetzung der Wünsche des Vaters, was Josef lebe, sagt der Psychologe und Priester Jürgen Heinen in einem Interview in der neuen Ausgabe. «Auch Väter, die ihr Kind gezeugt haben, müssen oft feststellen, dass ihr Kind ihnen so wesensfremd ist. Genau das zu erkennen, zeichnet eine gute Vaterschaft aus.» Das Interview ist voller Inspirationen für ein gutes Elternsein.

Anton Ladner
Redaktionsleiter

Das Wochenmagazin für Kopf…

«Nicht involviert» – tatsächlich?

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat Mosambik wegen eines Korruptionsskandals den Geldhahn zugedreht. Jetzt verklagt das verarmte Land die Credit Suisse.

Mozart im Käse

Der «Mozart-Effekt» hat nach Kindern und Kühen jetzt auch den Käse erfasst. Ob der Emmentaler durch Beschallung mit Mozarts Werken besser wird, untersucht man in Burgdorf zusammen mit der Hochschule der Künste Bern (HKB). Der «Mozart-Effekt» ist jedoch zunehmend umstritten.

Zuerst verpönt, jetzt viel besucht

Was als gescheitert startet, kann dennoch erfolgreich werden. Das verdeutlicht das Musée des Confluences in Lyon. Vor vier Jahren hagelte es bei der Eröffnung Kritik, jetzt ist das Haus eine begehrte Destination.

Paradies im Sturm

Island erlebt einen Besucheransturm. Auf einen Einwohner kommen acht Touristen pro Jahr. Der Tourismus ist zum wichtigsten Wirtschaftszweig geworden – vor dem traditionellen Fischfang. Nun wachsen Zweifel, ob das nachhaltig ist.

Zucker – Das bittere Ende

Er ist sprich- und wortwörtlich in aller Leute Munde: der Zucker. In raffinierter Form erst seit rund 200 Jahren für breite Bevölkerungsschichten erschwinglich, werden heute in der Schweiz im Schnitt 45 Kilogramm pro Person und Jahr konsumiert. Warum uns diese Mengen dumm und krank machen, wie es so weit kommen konnte – und was dagegen unternommen wird.

Gestreift ist das neue Rot

Schlemmen für Herz und Kreislauf? Randen machens möglich! Eine Ode an die verkannte Knolle.

Güterverkehr im Wandel

Stau auf der Strasse, Gedränge in den Zügen – die Verkehrsinfrastruktur der Schweiz stösst an ihre Grenzen. Unter Druck gerät auch der Güterverkehr: Der Verband öffentlicher Verkehr (VöV) sieht grosse Herausforderungen auf das Transportgewerbe zukommen und fordert Massnahmen, um die Schiene zu stärken. Raum- und Verkehrsplaner Marc Schneiter erklärt im Interview, welche Herausforderungen das sind – und wie die Lösungen aussehen könnten.

Glücklich durch Philosophie?

Jürg Knessl, orthopädischer Chirurg und Philosoph, gibt in einem Buch philosophische Erklärungen zum Leben. Er glaubt, dass die Philosophie keine klaren Antworten hat, aber zumindest Trost spendet.

Ungleichheit gehört dazu

Mächtige Multis, geschwächte Staaten, profitierende Superreiche – die Bilanz von 30 Jahren dereguliertem Welthandel ist verheerend. Die Grundlage für ein anderes System wäre vorhanden.

… und Herz

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