Ein Elsässer ohne Grenzen

Tomi Ungerer erhielt als erster Künstler zu Lebzeiten in Frankreich ein Museum. Das Strassburger Musée Ungerer in der klassizistischen Villa Greiner bietet ein Erlebnis, das in der Schweiz wenig bekannt ist. 1960 erhielt der Elsässer Tomi Ungerer von der New York Times den Auftrag, mit einer Plakatkampagne die Zeitung zu bewerben, um im Grossraum New York mehr Leserinnen und Leser zu gewinnen. Ein Europäer sollte den Amerikanern die Zeitungslektüre beliebt machen.

Ungerer schuf Bildkompositionen aus Zeitungsausschnitten mit der Botschaft «Gelange unter die Oberfläche». Die grossformatigen Plakate hingen überall in der Stadt und hatten eine durchschlagende Wirkung. Ungerer wurde als Werbegrafiker berühmt und das mit nur 29 Jahren. Auch in der Werbung blieb Ungerer später seiner satirischen Note treu. Er liebte es, Gewohntes mit Provokativem zu ergänzen.

Weitere Themen im Heft

Pfingsten: Der Geist weht, wo er will *** COVID-19: Entzündung aller Gefässe und Organe *** Indien: Asiens grösser Frauenmarkt *** Gastronomie: Die Zukunft von Beizen und Cafés

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Bäume werden umgebaut

Liebe Leserin, lieber Leser

Bäume verbessern die Luft, entsprechend gross ist die Freude an schnell wachsenden Arten. Sie stossen aber grosse Menge von Isopren aus, das vor allem in Städten gefährlich werden kann. Wo Stickoxide aus Autoabgasen oder aus anderen Verbrennungen in die Luft gelangen, erhöht Isopren die bodennahe Ozonbildung. Heute ist bekannt, dass bodennahes Ozon tief in die Lungen eindringen kann und die Atmung beeinträchtigt. Bekannt ist zudem, dass Ozon die Herzfunktion stören und schwächen kann. Damit zeigt sich ein Teufelskreis: Die Städte brauchen mehr Bäume gegen die Erwärmung der Zentren und für mehr Sauerstoff.

Aber dadurch kann mehr gefährliches Ozon entstehen. Um das Gesundheitsrisiko durch bodennahes Ozon zu verringern, hat sich die Forschung auf den Isopren-Ausstoss fokussiert. Ziel ist es, Pflanzen genetisch so zu verändern, dass sie kaum mehr Isopren ausstossen, wie wir in der neuen Ausgabe berichten. Das klingt bitter. Bäume und Pflanzen werden umgebaut, statt Massnahmen zu ergreifen, um die Stickoxide in den Ballungszentren zu reduzieren. Derzeit ist aber so viel im Umbruch, wie Sie bei der Lektüre unseres neuen Hefts feststellen werden, dass sich auch das noch ändern kann.

Herzliche Grüsse

Anton Ladner
Redaktionsleiter

 

Das Wochenmagazin für Kopf…

Unser neues Angebot für Sie!

Aufgrund der Corona-Pandemie sind sämtliche Gottesdienste verboten. Der Sonntag hat für Sie daher die Plattform www.virtuellekirche.ch erstellt.
Hier finden Sie Anregungen für Momente der Stille und der Andacht. Am Wochenende schalten wir zudem die aufbereiteten Lesungstexte, Musik und Videos für einen „Gottesdienst am Bildschirm“ auf.
Wir hoffen, so einige Lücken in dieser nicht einfachen Zeit schliessen zu können!

Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel

Seit sich die Glarnerinnen und Glarner am 1. Januar 2011 in drei Einheitsgemeinden neu organisiert haben, kommen europaweit kein Zeitungsartikel und keine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Gemeindefusionen mehr ohne Verweise auf die Glarner Gemeindereform aus. Dabei ist die wichtigste Einsicht aus der ersten Dekade des Glarner Experiments eine uralte: Gut Ding will Weile haben.

Wie ein Diktator die schönste Piste der Welt erschuf

Wie ein Diktator die schönste Piste der Welt erschuf

Eigentlich ging es eher darum, die entlegensten Orte im Süden Chiles miteinander zu verbinden. Doch mit dem Bau der Carretera Austral legte der chilenische Diktator Augusto Pinochet den Grundstein für eine der schönsten Strassen der Welt.

«Keine Panik bitte!» – erwachsenes Glauben in Coronazeiten

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Christian Cebulj, katholischer Theologe und Rektor der Theologischen Fakultät Chur, schreibt, was jetzt zählt. Er nimmt dabei Bischof Marian Eleganti ins Visier, der tatsächlich glaubt, das Coronavirus sei eine Strafe von Gott, von dem auch Bischof Eleganti sagt, dass er die Menschen über alles liebe.

Von Sklaven zu Unternehmern

Von Sklaven zu Unternehmern

Die italienische Regierung machte unter Führung der Lega medienwirksam mobil gegen Asylsuchende, toleriert aber gleichzeitig, dass die Mafia Flüchtlinge als Sklaven für die Landwirtschaft vermittelt. In der Not haben sich Erntesklaven zu einem Selbsthilfeverein zusammengefunden. Heute produziert der Verein Barikama bei Rom erfolgreich Gemüse und Joghurt.

Engagement aller Generationen

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Die Unterstützer der KOVI haben sich schweizweit in Lokalkomitees zusammengefunden. Auffallend daran ist, dass diese Gremien die Schweiz «abbilden». Das dokumentieren zwei Stimmen aus dem Lokalkomitee Hottingen-Fluntern, zwei der privilegiertesten Quartiere der Stadt Zürich.

Anne Frank: 15 Jahre Leben für die Ewigkeit

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Anne Frank kam vor 75 Jahren um ihr 15-jähriges Leben. In 70 Sprachen wurde ihr Tagebuch übersetzt und gilt heute als Weltdokumentenerbe. Ihr Nazi-Schicksal hat wie kein anderes in der Kunst Niederschlag gefunden.

Ordenstracht, Kopftuch oder Perücke

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Ob im Christentum, im Judentum oder im Islam, alle drei monotheistischen Religionen kennen eine Kopfbedeckung für religiöse Frauen – die Ausprägung ist jedoch sehr unterschiedlich. Wer den Ursprung kennt, findet Gründe für Toleranz. Es geht dabei immer um den Blick der Männer.

Das grosse Rätsel beim Klimawandel

Das grosse Rätsel beim Klimawandel

Wolken sind einer der grössten Unsicherheitsfaktoren, wenn es darum geht, das Ausmass der Erderwärmung bis zum Ende des Jahrhunderts vorherzusagen. Cumuluswolken in niedrigen Schichten der Atmosphäre reflektieren Sonnenlicht und kühlen so die Erdoberfläche. Um besser zu verstehen, wie sich die Wolkenbedeckung mit dem Klimawandel verändert, startete ein internationales Team am 20. Januar 2020 eine Messkampagne bei der Karibikinsel Barbados.

Raus in die Kälte fürs Gemüt

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Mindestens 30 Tage müssen die Kühe auch im Winter nach draussen. Das ist in Artikel 40 der Tierschutzverordnung geregelt. Bei Biobetrieben gehen sie jeden zweiten Tag in die Kälte. Wie glücklich sind Kühe darüber?

Langes Warten auf eine zahlbare Wohnung

Langes Warten auf eine zahlbare Wohnung

Ringen um günstigen Wohnraum – auf beiden Seiten. Die bürgerlichen Parteien CVP, FDP, SVP, GPL und BDP bekämpfen die Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen», die am 9. Februar zur Abstimmung kommt. Sie warnen vor Bürokratie, hohen Kosten und gravierenden Nebenwirkungen. Derweil engagieren sich die Grünen und die Sozialdemokraten für die Initiative. Balthasar Glättli, Zürcher Nationalrat der Grünen und Präsident des Mieterverbandes, erklärt im Interview, was die Initiative bewirken will. CVP-Ständerätin Brigitte Häberli begründet derweil ihre Vorbehalte.

… und Herz

Wer hat mich berührt?

«In Berührungen aber sind wir uns näher. Sie gehen unter die Haut, sie gehen zu Herzen, rühren an die Seele»

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