Eine globale Kirche

Am 28. November wählt Papst Franziskus 13 neue Kardinäle. Er nutzt die Chance, um die Plätze global gerechter zu verteilen und wählt Priester, die sich durch ihr humanitäres Engagement auszeichnen. Dadurch setzt er deutliche Akzente für die Zukunft der Weltreligion.

Weitere Themen im Heft

Bio-Plastik:
Klingt gut, ist jedoch voller Chemie

Vorratskammer:
Was macht Sinn und was nicht?

Corona-Seuche bei Nerzen:
Die Zuchtnerze werden zur Gefahr für den Menschen

Endlich kommt Hilfe:
Telefonische Gratishilfe bei Computer-Problemen

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Eine dramatische Abnahme

Liebe Leserin, lieber Leser

Afrika lebt zu einem Teil von den Migranten, die aus anderen Kontinenten ihre Familien finanziell unterstützen. Im vergangenen Jahr flossen so 85 Milliarden Dollar nach Afrika. Bedingt durch Corona werden es in diesem Jahr weniger sein. Es ist das erste Mal seit über zehn Jahren, dass die Summe der nach Afrika überwiesenen Gelder von Verwandten abnimmt.  

Die Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Afrika (UNECA) geht von einer Abnahme um 18 Milliarden Dollar aus. Die UNECA weiss, dass die Geldüberweisungen aus der afrikanischen Diaspora an die Herkunftsländer von grosser Bedeutung sind. Deshalb erhebt die UNO-Agentur seit Jahren schon die Geldflüsse aus den privaten Kanälen an die Familien in Afrika. In den vergangenen Jahren sind sie stets gewachsen, was auch mit der Zunahme der Fluchtbewegung aus Afrika zusammenhängt. Wer es schafft, mit dem zusammengelegten Geld der Familie zum Beispiel nach Europa zu gelangen, überweist Geld an seine Familie, gleich wie ärmlich sein Leben in Europa ist.  

Laut UNECA sind die afrikanischen Wanderarbeitnehmer am schlimmsten von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie betroffen. Und damit auch ihre Familien, die direkt von den überwiesenen Geldern abhängen. Stossend ist, dass an diesen Transfers nach Afrika multinationale Gesellschaften verdienen. Für die Überweisungen werden im Schnitt fünf Prozent kassiert. Bei einem Volumen von 18 Milliarden entspricht das Kommissionen von 900 Millionen Dollar. Die UNO hat die Regierungen der Länder, in denen die meisten afrikanischen Arbeiter leben, jetzt dringend aufgefordert, die Überweisungsgebühren per Gesetz zu senken. Mehr darüber in der neuen Ausgabe. 

Herzliche Grüsse

Anton Ladner, Redaktionsleiter

Das Wochenmagazin für Kopf…

Bambis Erfinder Felix Salten

Bambis Erfinder Felix Salten

Ende 1922 erschien der Roman Bambi von Felix Salten. Das Drama vom Kitz wurde 1942 durch den Zeichentrickfilm der Walt-Disney-Studios zum Welterfolg. Seither kennt jedes Kind Bambi. Weniger bekannt ist, dass Salten auch der pornografische Roman Josefine Mutzenbacher zugeschrieben wird.

Willkommen im Flachsland!

Willkommen im Flachsland!

Flachs oder Leinen hat in der Schweiz als Kulturpflanze eine sehr lange Geschichte. Ganz verschwunden ist die vielseitige Pflanze hierzulande nie und heute erlebt sie als ökologische Alternative zu Baumwolle eine schüchterne Renaissance.

Jetzt also Brot

Jetzt also Brot

Brot backen ist in. Anschliessend postet man die Bilder auf Instagram, damit die Follower sehen, was man Tolles geschaffen hat. Der Versuch einer Erklärung des Phänomens, das mal harmlos, mal infantil und manchmal kulinarisch bemerkenswert ist.

Der Weg ist das Ziel

Der Weg ist das Ziel

Seit sich die Glarnerinnen und Glarner am 1. Januar 2011 in drei Einheitsgemeinden neu organisiert haben, kommen europaweit kein Zeitungsartikel und keine wissenschaftliche Arbeit zum Thema Gemeindefusionen mehr ohne Verweise auf die Glarner Gemeindereform aus. Dabei ist die wichtigste Einsicht aus der ersten Dekade des Glarner Experiments eine uralte: Gut Ding will Weile haben.

Versöhnt leben – wie geht das überhaupt?

Versöhnt leben – wie geht das überhaupt?

Die Wirkung der Versöhnung wird in der Gesellschaft unterschätzt. Das will die Konferenz «versöhnt leben» ändern. Im Februar hat sie zum ersten Mal in Bern stattgefunden, um die Chancen und Grenzen von Versöhnungsprozessen zu vertiefen. Die Resonanz war so gut, dass «versöhnt leben» zur Institution werden soll.

Die schwimmenden Karibikschweine

Die schwimmenden Karibikschweine

Auf einer einsamen Insel der Bahamas leben wilde Hausschweine, die sich über Besucher freuen. Sie schwimmen ihnen jeweils entgegen, weil sie sich von ihnen Futter erhoffen. Der Pig Beach ist deshalb ein beliebter Ausflugort geworden, was nun die Tiere gefährdet.

Helfen statt bestrafen

Helfen statt bestrafen

Vor rund 19 Jahren steckte Portugal mit 100 000 Heroinsüchtigen in einer ausweglos scheinenden Situation. Die Regierung sah in einer Entkriminalisierung des Drogenkonsums die Lösung. Heute steht Portugal mit dieser Politik als Vorbild da, denn die portugiesische Jugend konsumiert im Vergleich zur europäischen bedeutend weniger Drogen.

Nur nicht hier, nur nicht jetzt!

Nur nicht hier, nur nicht jetzt!

Wohl stärker als je zuvor sind derzeit die Tage von einem digitalen Rhythmus bestimmt. Homeoffice, Online-News, E-Mails, Microsoft Teams, WhatsApp und Skype. Droht da ein digitaler Burnout – aus Langeweile?

Da und doch weit weg

Da und doch weit weg

Wie hat sich Maria nach der Hinrichtung ihres Sohnes und seiner Auferstehung gefühlt? Jesus war in einer Art Strahlkörper zurückgekehrt, aber dennoch nicht mehr anwesend. Die Wallfahrtskirche der Madonna della Corona vermittelt mit ihrer besonderen Lage Fantasien, wie sich Maria gefühlt haben könnte. Zwischen Erde und Himmel, gefestigt, aber doch verlassen. Manchmal eröffnen solche Bilder einen neuen Zugang zum Glauben und zum eigenen Dasein.

»Geflügelte Botschafter – Schmetterlingszucht in Costa Rica«

»Geflügelte Botschafter – Schmetterlingszucht in Costa Rica«

Costa Rica ist ein kleines Land – und trotzdem einer der grössten Hotspots für Biodiversität weltweit. Hunderte endemische Arten gibt es dort, bekannt ist es auch für seine Vielfalt an Schmetterlingen. Als Botschafter der Biodiversität ihres Landes werden einige Arten in alle Welt exportiert – um in Botanischen Gärten oder Schmetterlingsausstellungen die Menschen durch ihre Farbenpracht und Wandelbarkeit zu faszinieren. Hunderte von Familien im ländlichen Costa Rica leben von der Zucht der Insekten für den Export. Schmetterlinge verleihen einigen von ihnen Flügel.

Barfuss unter spitzen Kapuzen

Barfuss unter spitzen Kapuzen

In Spanien findet die Karwoche – la Semana Santa – jeweils unter grosser Beteiligung der Bevölkerung auf der Strasse statt. Oft schon vor der eigentlichen Karwoche. In diesem Jahr muss aufgrund der Corona-Krise darauf verzichtet werden – aber nicht bildmässig.

20 Stunden für halbleere Netze

20 Stunden für halbleere Netze

Der professionelle Fischfang ist in Italien zu einer grossen Herausforderung geworden. Die Fischbestände sind massiv zurückgegangen. Das bedeutet für unabhängigen Fischer längere Arbeitszeiten bei weniger Ertrag. Eine Reportage aus Livorno.

Wie ein Diktator die schönste Piste der Welt erschuf

Wie ein Diktator die schönste Piste der Welt erschuf

Eigentlich ging es eher darum, die entlegensten Orte im Süden Chiles miteinander zu verbinden. Doch mit dem Bau der Carretera Austral legte der chilenische Diktator Augusto Pinochet den Grundstein für eine der schönsten Strassen der Welt.

… und Herz

Beide hatten Erfolg

«Der Weg Jesu von ganz oben nach ganz unten, sagt Paulus, sei eigentlich etwas unsagbar Schönes und zugleich Befreiendes»

Woher kommt das Gute?

«Überall auf der Welt helfen tagtäglich Menschen einander, bereiten sich Freude, teilen miteinander und schenken − einfach so»

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